Der Sonntagsökonom weiß: Eine Wissenschaft, die nichts mit dem wirklichen Leben gemein hat, ist überflüssig. Seit es sie gibt, beharrt die Ökonomie auf der ihr eigenen Weise der Welterklärung. Nie war es ihr genug, nur den Konjunkturzyklus, die Geldmenge oder das Bruttosozialprodukt zu erklären.
Neuerdings beschäftigt sie sich sogar mit der Frage nach dem Glück. Denn ist nicht Glück das entscheidende Ziel, das alle Menschen anstreben? Aber was meinen wir, wenn wir sagen, wir seien glücklich? Macht Geld glücklich? Oder ein gutes Gespräch mit einem Freund? Die Menschen sind bequem, ängstlich oder gierig, leidenschaftlich und manchmal völlig daneben. Menschen machen Fehler, gerade wenn sie sich an ihren eigenen Ansprüchen messen. Aber selbst für diese Fehler finden Ökonomen meist eine, zuweilen sogar überraschende, Regel. Ob das dazu führt, dass unsere Fehlerneigung abnimmt, ist eine ganz andere Frage. Aber ein Blick in den Spiegel hat noch keinem geschadet. Neues vom Sonntagsökonom liefert diesen Spiegel.